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HOCHTEMPERATURWÄRME

HÜNI+CO

Standort Friedrichshafen

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Auftraggeber

Hüni + CO

Oberflächentechnik

Standort

Friedrichshafen

Deutschland

Prozesswärme

200 - 500 °C

Projektziele

  • Höhere energetische Autarkie

  • Senkung der Energiekosten

AUSGANGSSITUATION

Die Hüni GmbH + Co. KG benötigt für Wärmebehandlung und Trocknungsprozesse Prozesswärme auf einem Temperaturniveau von 200–500 °C. Die Wärmeversorgung erfolgte überwiegend durch Erdgas, teilweise auch durch Netzstrom.

Die stark gestiegenen Energiepreise im Jahr 2022 führten zu einer deutlichen Erhöhung der Energiekosten. Gleichzeitig bestand das Ziel, die Prozesswärmeversorgung CO₂-ärmer, wirtschaftlicher und unabhängiger zu gestalten.

MASSNAHMEN

Das entwickelte Konzept kombiniert eine Photovoltaikanlage mit einem Hochtemperatur-Wärmespeicher (TES), ergänzt durch einen Batteriespeicher und elektrische Heater.

Zur Bewertung der Wirtschaftlichkeit wurden unterschiedliche Systemkonfigurationen für elektrisch und gasbasiert erzeugte Prozesswärme analysiert und mittels Sensitivitätsanalysen optimiert.

LÖSUNGSANSATZ

Auf Basis einer zeitlich hochaufgelösten Analyse von Strom- und Wärmebedarf wurde ein optimiertes Energiesystem zur Dekarbonisierung der Hochtemperatur-Prozesswärme entwickelt.

Im Fokus stand die Nutzung von selbst erzeugtem PV-Strom in Kombination mit einem Hochtemperatur-Wärmespeicher, um überschüssige Energie an arbeitsfreien Tagen thermisch zu speichern und zeitversetzt für Produktionsprozesse bereitzustellen.

ERGEBNISSE

Im elektrisch dominierten Szenario kann der Heater zu 82 % aus bisher eingespeistem PV-Strom versorgt werden. Die Eigenverbrauchsquote steigt dadurch von 54 % auf 88 %, der Autarkiegrad auf 47 %.

Im hybriden Szenario reduziert sich der Erdgasanteil der Hochtemperaturwärmeversorgung von 100 % auf 36 %. Gleichzeitig ergeben sich deutliche CO₂- und Energiekosteneinsparungen sowie wirtschaftlich attraktive Amortisationszeiten bei erhöhten Energiepreisen.

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